Le Flibustier, Café-Théâtre. Es ist eines dieser kleinen Theater, das mit vierzig Zuschauern so voll ist, das der Sauerstoff für die anderthalb Stunden fast nicht ausreicht; das so eng ist, dass klaustrophobisch veranlagte Menschen wohl ihr Geld zurückverlangen würden; ein Theater, in dem man die Schauspieler persönlich kennenlernt, weil sie vor der Vorstellung im Café sitzen. Manche lernen die Schauspieler auch nicht in Café kennen, so wie ich. Leute wie ich rennen Schauspieler um. Da ist nämlich diese Toilette, eine einzige für Männer und Frauen, so klein, dass ich erst in ihn hineinrenne und ihm dann den Weg zum Waschbecken versperre, und er unheimlich lachen muss, weil ich es erst gar nicht merke.
Das Stück, Le Dîner des Cons, war genial. Unmöglich sich zu langweilen, eine unglaubliche Dynamik, obwohl nach einer Stunde alle am Gähnen sind, wegen des Sauerstoffmangels. Der Mann hinter mir lacht ganz komisch, der Mann neben mir bewegt sich während des ganzen Spektakels kein Bisschen, und die vor mir kommt von London und versteht nur jedes fünfte Wort weil sie erst im Niveau 2 ist. Die Zuschauer sind immer ein Spektakel an sich.